Joan Fontcuberta

Celestograph. Trauma#4589, 2016

PS_2020_Edition_Joan Fontcuberta.jpg

© Joan Fontcuberta


Joan Fontcuberta

Celestograph. Trauma#4589, 2016
50 x 38 cm
Auflage: 50 + 2 AP
400€ incl. Mwst.
>> Bestellen >>


Joan Fontcuberta geht in dem Werkkomplex "Trauma" (2016) von der Hypothese aus, dass Bilder einen organischen Stoffwechsel durchlaufen: sie werden geboren, sie wachsen, sie vermehren sich und sterben, um den Kreislauf des Lebens wieder in Gang zu setzen. Aus diesem Grund interessiert sich Fontcuberta für fotografische Archive, da sie auch "kranke" und "qualvolle" - zerstörte - Bilder enthalten. Bilder, die als Folge der transformativen Biologie der Zeit und der Chemie an einer Art Störung leiden, die ihre dokumentarische Funktion stört und sie daran hindert, im Archiv "weiter zu leben". In der Darstellung dieses Traumas manifestiert sich jedoch gleichzeitig ein neues Bild, das sich in der Auflösung zu einem eigenständig poetischen Werk zusammenfügt.

Joan Fontcuberta (*1955 in Barcelona / Spanien) lebt und arbeitet in Barcelona. 1977 schloss er sein Studium der Kommunikation an der Autonomen Universität von Barcelona ab. Seit 1993 ist er Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona.

Der spanische Künstler Joan Fontcuberta verhandelt in seinem künstlerischen und theoretischen Schaffen große Themen der Menschheit. In seinen Arbeiten schafft er ein visuelles Universum, indem Wahrheit und Fiktion eng miteinander verwoben sind. Fontcuberta reflektiert die der Fotografie zugeschriebene Beweiskraft und führt dieses Versprechen mit Sinn für Humor und scharfen Witz ad absurdum. Damit nimmt er aus dem künstlerischen Schaffen heraus Bezug auf die Verwendung von Fotografie in den angewandten Bereichen wie Wissenschaft, Politik oder Religion.

Joan Fontcuberta ist eingeladener Artist Meets Archive-Künstler im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Mehr Informationen zum Künstler hier: www.fontcuberta.com